Der Verein "Ostpommern e. V. - Verein für Familienforschung und Heimatkunde" bzw. vormals die Arbeitsgemeinschaft "Orts- und Familienforschung Schlawe" veröffentlicht in der Pommerschen Zeitung, im Sedina-Archiv, in den Baltischen Studien und in der Zeitschrift Pommern.


Am 13.09.2002 erschien in der Pommerschen Zeitung der Artikel über die 2. Veröffentlichung der AGOFS.

Neuerscheinung

Die Kirchenchronik der Parochie Altschlawe 1908-1933


Das erste Drittel des vorigen Jahrhunderts hat mit seinen schwerwiegenden Ereignissen die Geschichte bis in die Gegenwart hinein beeinflusst. Das gilt insbesondere für Deutschland, wo die Jahre vor, während und nach dem 1. Weltkrieg mit ihrer wirtschaftlichen und politischen Not eine ganze Generation geprägt haben. Diese Generation waren und sind unsere Eltern und Großeltern und viele können sich noch heute an jene Zeit als ihre Kinder- und Jugendzeit erinnern.

Wie die Bevölkerung des Kirchspiels Altschlawe (die Gemeinden Altschlawe, Freetz, Stemnitz, Wilhelmine und Deutschrode) jene Jahre bis zum Ende der Weimarer Republik erlebte, ist in der Altschlawer Kirchenchronik überliefert. Darin wurden seit dem 19. Jahrhundert vorrangig die dörflichen Ereignisse des Kirchenjahres festgehalten. Berichterstatter waren die jeweiligen Pastore, die mal mehr mal weniger ausführlich ihr "Tagebuch" führten. Für den Zeitraum von 1908 bis 1933 ist diese Dokumentation glücklicherweise erhalten geblieben. Die Pastore während dieser Zeit waren Hugo Kersten, Ernst Braun und Paul Hollatz.

Durch ihre Berichte erhalten wir Kenntnis von dem dörflichen und kirchlichen Leben, erfahren Einzelheiten von wichtigen Ereignissen, z. B. dem großen Dorfbrand in Altschlawe von 1910, von der Errichtung der Gefallenen-Denkmäler nach 1920 sowie von den zahlreichen kirchlichen und weltlichen Feierlichkeiten jener Zeit. Außerdem liefern die Statistiken über die jährlichen Amtshandlungen interessante Erkenntnisse zur Bevölkerungsentwicklung.

Die Kirchenchronik lebt nicht zuletzt von den oft leidenschaftlichen Schilderungen ihrer Verfasser. Hier waren Pastore am Werk, die mit ihrer Sprache den Zuhörer und Leser fesseln konnten. Vor allem die Eintragungen von Pastor Ernst Braun (1915-1926) lesen sich engagiert und spannend, lassen den Leser hautnah teilnehmen an der Geschichte der beschriebenen Gemeinden.

Aus diesem Grunde ist der gesamte Originaltext in einer aktuellen Buchveröffentlichung wiedergegeben worden. Ganz bewusst wurde dabei nichts ausgelassen und nichts verändert. Ergänzt wird der Text lediglich um Anmerkungen und Hintergrundinformationen des Buchautors, der sich selbst seit zwei Jahrzehnten sehr intensiv mit der Geschichte des Dorfes Altschlawe beschäftigt. Abgerundet wird das Buch durch eine Karte des Kirchspiels sowie durch eine Reihe zeitgenössischer Fotos.

Für alle Heimatinteressierten der fünf Gemeinden des Kirchspiels Altschlawe stellt die Kirchenchronik einen sehr detaillierten historischen Einblick dar. Darüber hinaus sei auch anderen Geschichtsinteressierten dieses Buch empfohlen, denn so wie im Kirchspiel Altschlawe wird es sich vielerorts ähnlich zugetragen haben.

Auf dem kommenden Treffen der Altschlawer in Euskirchen-Kuchenheim am 21. September 2002 wird das Buch vorgestellt und zum Erwerb angeboten. Bereits jetzt können die Exemplare bestellt werden; die Auslieferung erfolgt jedoch erst nach dem Altschlawer Treffen.

Mathias Sielaff: Die Kirchenchronik der Parochie Altschlawe 1908 - 1933; 128 Seiten DIN A4-Format, eine Landkarte, diverse Fotos; Preis: 15 EURO, zzgl. Versand.

Die aktuelle Veröffentlichung stellt den 2. Band der Schriftenreihe "Genealogische Schriften für Ostpommern" dar, die auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft "Orts- und Familienforschung Schlawe" erscheint. Bereits an dieser Stelle sei der Dank ausgesprochen an Dr. Jürgen Lux für die freundliche Überlassung der Dokumentation sowie an Frau Henriette Krockow für die schriftliche Erfassung des Originaltextes.

Bitte richten Sie Ihre Bestellung an:
Mathias Sielaff, Poppensiek 41a, 32584 Löhne, Tel. 05732/3684, E-Mail: sielaff@ostpommern.de